Eigentlich sollte es im September 2020 mit unserem Camper für drei Wochen nach Norwegen gehen – doch vier Tage vor Abfahrt machte uns Corona einen Strich durch die Rechnung. Norwegen stufte Deutschland plötzlich als Risikogebiet ein, was für uns eine 14-tägige Quarantäne vor Ort bedeutet hätte. Also mussten wir spontan umplanen – und entschieden uns kurzerhand für Slowenien.

Ein Land, das ohnehin schon länger auf unserer To-do-Liste stand – und wir sollten diese Entscheidung nicht bereuen! 🇸🇮

Dieses Mal waren wir nicht allein unterwegs: Gemeinsam mit unseren Freunden Marvin & Sabrina reisten wir in zwei Campern quer durchs Land – vom türkisblauen Wasser der Soča bis zu den Gipfeln des Triglav Nationalparks.


🚐 Anreise & erste Eindrücke

Slowenien ist wunderbar unkompliziert zu bereisen – vor allem in der Nebensaison. Wir mussten keinen einzigen Stellplatz reservieren, lediglich an der Küste kann es am Wochenende etwas voller werden.
Die Straßen in den Bergen sind oft schmal, kurvig und steil, aber die Landschaft entschädigt für alles – also lieber etwas mehr Zeit einplanen.

💰 Reiseinfos:

  • Campingplätze: ca. 35 € pro Nacht (2 Pers. + Hund)
  • Diesel: unter 1 €/Liter
  • Monatsvignette (bis 3,5t): 30 €
  • Lebensmittelpreise: ähnlich wie in Deutschland

Gleich zu Beginn hatten wir leider einen kleinen Unfall mit einem einheimischen Lieferwagen – Spiegel kaputt, Nerven kurz am Ende. Zum Glück war es nur ein Sachschaden und die Polizei vor Ort super freundlich. Sogar die Versicherung hat den Schaden zügig erstattet – Glück im Unglück!


🏞 River Camping Bled – türkisblaues Wasser & Geburtstagsfeier

Unser erstes Ziel war der wunderschöne Bleder See. Auf dem River Camping Bled, direkt am Fluss Save, blieben wir mehrere Tage – und feierten dort auch Melissas Geburtstag in gemütlicher Runde 🎂

Der See ist ein echtes Postkartenmotiv: in der Mitte die kleine Insel mit der Marienkirche, dahinter die Burg Bled, umrahmt von einem herrlichen Bergpanorama. Besonders schön ist der Aussichtspunkt Mala Osojnica – von dort hat man den perfekten Blick über den See.

Wir umrundeten den See zu Fuß (ca. 8 km) und machten eine Rafting-Tour, die für ordentlich Adrenalin und jede Menge Spaß sorgte!


💦 Wasserfälle & Wandern im Triglav Nationalpark

Weiter ging’s nach Mojstrana, wo wir den beeindruckenden Peričnik-Wasserfall besuchten – einer der wenigen, bei denen man hinter dem Wasserfall entlanglaufen kann. Unbedingt empfehlenswert!

Anschließend fuhren wir nach Bohinj zum Kamp Zlatorog, direkt am Bohinjer See. Der Platz ist naturbelassen, etwas chaotisch, aber genau das macht ihn charmant. Abends paddelten wir mit dem Schlauchboot über den See und genossen den Sonnenuntergang.

Am nächsten Tag wanderten wir zum bekannten Savica-Wasserfall und planten danach eine größere Tour auf den Vogel (1.922 m). Eigentlich kein Problem – dachten wir. Doch der Weg führte über ein steiles Geröllfeld (im Winter Skipiste), was den Auf- und besonders den Abstieg extrem anstrengend machte. Nach rund 9 Stunden und 1.400 Höhenmetern waren wir völlig erledigt – aber glücklich.

Zur Belohnung gönnten wir uns auf der Sirarna Zadnji Vogel eine köstliche Käseplatte und einen herzlichen Empfang vom älteren Hüttenpaar.


🏕 Zwischen Wasserfällen und türkisblauen Flüssen

Nach Bohinj ging es weiter nach Kobarid, wo wir auf dem Kamp Lazar direkt an der Soča übernachteten. Der Fluss ist glasklar und wunderschön – aber eiskalt! ❄️
Leider wurde Melissa während der Reise krank, sodass wir es dort etwas ruhiger angehen ließen. Wir besuchten noch den Kozjak-Wasserfall, bevor wir weiter nach Bovec fuhren.

In Bovec schlugen wir unser Lager auf dem Kamp Liza auf – wieder mitten in der Natur, mit Blick auf den Gipfel des Svinjak (auch bekannt als das „Matterhorn von Bovec“). Diesen Berg konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen 😉
Die Tour war kurz, aber steil – 11 km, 1.220 Höhenmeter, stellenweise mit Stahlseilen gesichert. Der Blick vom Gipfel war atemberaubend!


🌊 Küste & Altstadt von Piran

Nach den Tagen in den Bergen zog es uns ans Meer – in den Ort Lucija. Dort übernachteten wir zwei Nächte auf dem Camp Lucija und eine Nacht direkt an der Marina Portorož – teurer Platz (50 € / Nacht), aber mit spektakulärer Aussicht direkt aufs Meer.

Von dort aus besuchten wir die charmante Altstadt von Piran. Enge Gassen, mediterranes Flair und der Duft nach Meer – ein wunderschöner Kontrast zu den Bergen der letzten Tage.


🌧 Schlechtwetter & Höhlenabenteuer

Als das Wetter umschlug, suchten wir nach wetterfesten Alternativen und besuchten den Regionalpark Škocjanske jame– beeindruckende Tropfsteinhöhlen, die man auf geführten Touren erkunden kann.

Übernachtet haben wir auf dem Camping Plana in Selce – einem der schönsten Plätze unserer Reise. Persönlicher Empfang, tolles Restaurant und familiäre Atmosphäre – absolute Empfehlung!


🌈 Abschluss an der Soča & Rückreise über den Vršič-Pass

Zum Abschluss verbrachten wir noch zwei Nächte auf dem Camping Treta, direkt am Fluss Soča. Wir ergatterten einen Stellplatz direkt am Wasser – perfekt, um den Urlaub ausklingen zu lassen.

Wir unternahmen noch eine Wanderung zur Soča-Quelle, die nur über eine kleine Kletterpassage erreichbar ist – aber absolut lohnenswert!

Auf dem Rückweg fuhren wir über den Vršič-Pass, wo in den höheren Lagen bereits Schnee lag ❄️ – ein magischer Abschluss unserer Reise.

Da wir noch nicht ganz nach Hause wollten, verbrachten wir spontan drei Tage in Berchtesgaden am Königssee – der perfekte Ausklang eines unvergesslichen Urlaubs.


Fazit 🇸🇮

Was als spontane Planänderung begann, wurde zu einer unserer schönsten Reisen überhaupt.
Slowenien hat uns mit seiner Vielfalt, seinen klaren Seen, wilden Flüssen und charmanten Orten begeistert – und wir kommen garantiert wieder!

📸 Mehr Fotos & Eindrücke findest du in unserem Reisealbum auf Facebook.


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