Als wir vor rund einem Jahr wieder vom Wohnwagen auf ein Wohnmobil umgestiegen sind,
war für uns ziemlich schnell klar: Wir wollten kompakt bleiben.

Unser neues Fahrzeug sollte ungefähr um die sechs Meter lang sein. So können wir weiterhin
unkompliziert unterwegs sein, finden auch auf normalen Parkplätzen Platz und könnten das
Fahrzeug perspektivisch vielleicht sogar einmal für den Weg zur Arbeit nutzen.

Gleichzeitig reisen wir als Familie mit zwei Kindern. Vier Schlafplätze mussten also
vorhanden sein – und idealerweise sollte die Sitzgruppe trotzdem nutzbar bleiben,
auch wenn alle Betten aufgebaut sind.

 

Unser Fazit vorweg:
Das originale Bett in unserem Hochbett war für uns auf Dauer nicht besonders bequem.
Mit dem nachgerüsteten Froli Bettsystem schlafen wir heute deutlich angenehmer –
und gerade für unser Hochbett hat sich die Nachrüstung für uns definitiv gelohnt.

 


Warum wir uns für ein Hochbett entschieden haben

Bei der Suche nach unserem neuen Camper standen für uns im Grunde zwei Möglichkeiten
im Raum: ein festes Hochdach mit Hochbett oder ein Fahrzeug mit Aufstelldach.

Für uns war die Entscheidung relativ schnell getroffen. Da wir auch gerne im Winter
unterwegs sind, wollten wir kein Aufstelldach. Ein festes Hochdach war für uns deshalb
die passendere Lösung.

Und grundsätzlich lieben wir diese Aufteilung.

Das Hochbett befindet sich bei unserem Grundriss über der hinteren Sitzgruppe
und erstreckt sich nach vorne über die beiden Vordersitze
. Dadurch bekommen
wir vier Schlafplätze, ohne dass die Sitzgruppe dauerhaft zum Bett umgebaut werden muss.

Gerade mit zwei Kindern ist das im Alltag unglaublich praktisch.

 

Der große Nachteil: wenig Platz nach oben

Einen Nachteil hat das Hochbett allerdings: Die Gesamthöhe des Fahrzeugs steigt natürlich
und gerade im oberen Bett ist die Kopffreiheit begrenzt.

Das merkt man besonders dann, wenn man versucht, das Bett möglichst komfortabel zu machen.
Jeder zusätzliche Zentimeter bei Matratze oder Unterfederung nimmt oben wieder etwas
Bewegungsfreiheit weg.

Der originale Lattenrost und die relativ dünne Matratze waren für uns deshalb nicht
wirklich optimal.

Für Kinder oder leichtere Personen mag das vollkommen ausreichend sein.
Gerade für Kevin mit seinen rund 95 Kilogramm war das Bett aber auf Dauer
nicht besonders komfortabel.

 

Unser erster Versuch: ein zusätzlicher Topper

Zunächst haben wir versucht, das Problem mit einem zusätzlichen Topper zu lösen.

Das hat tatsächlich schon etwas gebracht. Das Liegegefühl wurde angenehmer und
das Bett insgesamt komfortabler.

Allerdings konnten wir aufgrund der ohnehin begrenzten Kopffreiheit keinen besonders
dicken Topper verwenden. Genau hier lag also weiterhin das Problem: Mehr Komfort bedeutete
gleichzeitig weniger Platz nach oben.

Deshalb haben wir nach einer Lösung gesucht, die möglichst wenig zusätzliche Höhe benötigt
und trotzdem eine bessere Unterfederung ermöglicht.

 

Dann sind wir auf das Froli Bettsystem gestoßen

Bei unserer Suche sind wir schließlich auf das Froli Bettsystem
aufmerksam geworden.

Dabei handelt es sich nicht um einen klassischen Lattenrost. Stattdessen werden viele
einzelne Federelemente miteinander verbunden und auf der vorhandenen Unterkonstruktion
befestigt.

Das System ist vergleichsweise flach und lässt sich durch die Anordnung der einzelnen
Elemente an die persönlichen Bedürfnisse anpassen.

Wir haben uns für das Froli Star Mobil entschieden.

Weitere Informationen zum System und zu den verschiedenen Varianten gibt es auch direkt
beim Hersteller:


→ Froli Star Mobil beim Hersteller

 

Das Froli Bettsystem – unser Starterset

Angefangen haben wir mit einem passenden Starterset. Darin befinden sich die verschiedenen
Elemente, die später zu einer zusammenhängenden Unterfederung verbunden werden.

Die einzelnen Komponenten werden miteinander verbunden beziehungsweise zusammengesteckt.
Dadurch entsteht nach und nach die komplette Unterfederung für die Matratze.

Froli Star Mobil Starterset mit den einzelnen Federelementen
Das Froli Starterset mit den einzelnen Komponenten.

 


Material- und Werkzeugliste

Verwendete Komponenten:

Werkzeug:

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⚠️ Haftungsausschluss

Die in diesem Beitrag gezeigten Inhalte dienen ausschließlich der Information und
Dokumentation unserer persönlichen Erfahrung.

Der Einbau des Froli Bettsystems erfolgt auf eigene Verantwortung. Wir übernehmen keine
Haftung für Schäden, Folgeschäden oder Funktionsstörungen, die durch den Nachbau oder
unsachgemäße Arbeiten entstehen.

Bitte beachte, dass sich der Aufbau je nach Fahrzeug, Unterkonstruktion, Bettgröße und
Ausführung unterscheiden kann. Prüfe deshalb vor der Montage immer, ob die jeweilige
Konstruktion für dein Fahrzeug geeignet ist.

 

Schritt-für-Schritt: So haben wir das Froli System eingebaut

1. Originalen Lattenrost vorbereiten

Zunächst haben wir unser Hochbett komplett leergeräumt und die Matratze entfernt.

Originaler Lattenrost im Hochbett des Campers vor dem Froli Einbau
So sah unser Hochbett vor dem Umbau aus.

Wir haben den vorhandenen Lattenrost als Untergrund weiterverwendet. Das war für unseren
Einbau die einfachste Lösung.

Grundsätzlich muss die Unterkonstruktion natürlich geeignet, ausreichend stabil und
möglichst eben sein. Je nach Fahrzeug und Aufbau kann beispielsweise auch eine passende
Platte als Untergrund eine Möglichkeit sein.

 

2. Froli Elemente auslegen

Danach haben wir die einzelnen Elemente zunächst lose auf dem vorhandenen Lattenrost
ausgelegt.

Das ist unserer Meinung nach auch der angenehmste Teil der Montage: Man kann sich erst
einmal in Ruhe anschauen, wie alles angeordnet werden soll, bevor etwas endgültig
befestigt wird.

 

3. Die einzelnen Elemente miteinander verbinden

Die Froli Elemente werden miteinander verbunden. Dadurch entsteht Schritt für Schritt
die komplette Unterfederung.

Montage des Froli Bettsystems auf dem Lattenrost im Camper
Die einzelnen Elemente werden zu einer zusammenhängenden Unterfederung verbunden.

Besonders praktisch fanden wir, dass das System nicht aufwendig verschraubt oder mit
komplizierten Werkzeugen bearbeitet werden muss.

 

4. Die Elemente passend verteilen

Bei der Anordnung sollte man sich natürlich an der jeweiligen Bettfläche und den
Herstellerangaben orientieren.

Wir haben darauf geachtet, die Elemente sinnvoll über die gesamte Liegefläche zu verteilen
und die Bereiche zu berücksichtigen, in denen später mehr Belastung entsteht.

 

5. Härtegrad individuell anpassen

Einer der Punkte, die uns am Froli System besonders gut gefallen, ist die Möglichkeit,
die Unterstützung individuell anzupassen.

Wir haben uns zunächst für eine mittlere Einstellung entschieden und kommen damit
sehr gut zurecht.

Kevin könnte sich persönlich sogar vorstellen, das System an seiner Seite noch etwas
fester einzustellen. Genau das ist aber kein Problem, denn die Anordnung und Auswahl
der Elemente lässt sich anpassen.

Dadurch kann man das Liegegefühl auch nachträglich noch verändern, wenn man nach einigen
Nächten merkt, dass man lieber etwas weicher oder fester liegen möchte.

 

6. Zusätzliche Elemente und Verstärkungen

Mit dem Starterset war unsere Liegefläche allerdings noch nicht komplett so ausgestattet,
wie wir sie für unser Hochbett haben wollten.

Deshalb haben wir insgesamt drei Erweiterungspakete benötigt.

Zusätzlich gibt es kleine Verstärkungselemente, die an bestimmten Stellen eingesetzt
werden können, um dort für zusätzliche Unterstützung zu sorgen.

Das ist gerade dann interessant, wenn unterschiedliche Bereiche des Bettes unterschiedlich
stark belastet werden oder man seine persönliche Liegehärte noch etwas genauer anpassen
möchte.

 

7. System gegen Verrutschen sichern

Wenn alle Elemente an der richtigen Position liegen, wird das komplette System an
mehreren Punkten fixiert.

Dadurch kann die Unterfederung im späteren Betrieb nicht einfach auf dem Lattenrost
hin- und herrutschen.

Der eigentliche Einbau war damit für uns bereits erledigt.

Komplett montiertes Froli Bettsystem im Hochbett des Campers
Das Froli System ist vollständig montiert.

Und wie schläft es sich damit?

Für uns war natürlich die entscheidende Frage: Hat sich der ganze Aufwand überhaupt
gelohnt?

Unsere Antwort darauf ist ganz klar: Ja.

Seit wir das Froli System eingebaut haben, empfinden wir unser Hochbett als deutlich
angenehmer.

Gerade im Vergleich zum ursprünglichen Lattenrost in Verbindung mit der dünnen Matratze
ist für uns ein deutlicher Unterschied spürbar.

Dabei gefällt uns besonders, dass wir nicht einfach eine deutlich dickere Matratze
benötigen, um mehr Komfort zu bekommen. Das ist bei einem Hochbett mit begrenzter
Kopffreiheit natürlich ein großer Vorteil.

Fertiges Hochbett im Camper mit Froli Bettsystem und Matratze
Das fertige Ergebnis – Froli Unterfederung und Matratze wieder an ihrem Platz.

Was uns am Froli System besonders gefällt

  • Deutlich angenehmeres Liegegefühl als mit unserem ursprünglichen Aufbau
  • Geringe Aufbauhöhe – gerade im Hochbett ein wichtiger Punkt
  • Individuell anpassbar durch unterschiedliche Elemente und deren Anordnung
  • Erweiterbar, wenn man später zusätzliche Elemente benötigt
  • Einfacher Einbau ohne spezielles Werkzeug
  • Gut für individuelle Camper-Grundrisse geeignet

 

Was man vor dem Kauf wissen sollte

Ganz günstig ist das Froli System natürlich nicht. Neben dem eigentlichen Starterset können
je nach Größe und gewünschter Ausstattung zusätzliche Elemente beziehungsweise
Erweiterungspakete notwendig werden.

Bei unserem Hochbett haben wir insgesamt drei Erweiterungen benötigt. Dadurch kommt
am Ende schon ein gewisser Betrag zusammen.

Trotzdem würden wir es wieder machen.

Für uns war der entscheidende Punkt nicht, möglichst günstig einen Lattenrost zu ersetzen,
sondern auf der vorhandenen Fläche möglichst viel Schlafkomfort herauszuholen.

 

Unser Fazit: Für unser Hochbett hat es sich gelohnt

Das Hochbett in unserem Camper war für uns von Anfang an eine super Lösung.
Wir lieben den Grundriss und die Tatsache, dass wir vier Schlafplätze haben,
ohne unsere Sitzgruppe jedes Mal komplett umbauen zu müssen.

Der einzige größere Kritikpunkt war für uns der Schlafkomfort – insbesondere für
Erwachsene und gerade für Kevin mit seinen rund 95 Kilogramm.

Der zusätzliche Topper war ein erster Schritt, konnte das Problem aufgrund der
begrenzten Kopffreiheit aber nur teilweise lösen.

Mit dem Froli Bettsystem haben wir für uns schließlich eine Lösung gefunden, die
vergleichsweise wenig Aufbauhöhe benötigt, einfach einzubauen ist und sich
individuell anpassen lässt.

Wir schlafen damit deutlich angenehmer und würden das System deshalb auch wieder einbauen.

Wenn ihr in eurem Camper ebenfalls ein Hochbett habt und mit dem vorhandenen
Lattenrost beziehungsweise der Unterfederung nicht ganz zufrieden seid, würden wir
uns das Froli System definitiv einmal genauer anschauen.

Häufige Fragen zum Froli Bettsystem im Camper

Kann man das Froli System selbst einbauen?

Ja. Unser Einbau war für uns problemlos selbst machbar. Wir haben dafür lediglich
einen Akkuschrauber, ein Maßband, etwas zum Markieren und eine Schere beziehungsweise
ein geeignetes Schneidwerkzeug benötigt.

Kann das Froli System auf einem vorhandenen Lattenrost montiert werden?

Wir haben unser System auf dem vorhandenen Lattenrost montiert. Entscheidend ist,
dass der jeweilige Untergrund für die Konstruktion geeignet, ausreichend stabil
und möglichst eben ist.

Kann man den Härtegrad verändern?

Ja. Die Unterstützung lässt sich durch die Auswahl und Anordnung der verschiedenen
Elemente individuell anpassen. Wir haben uns zunächst für eine mittlere Einstellung
entschieden und sind damit sehr zufrieden.

Braucht man zusätzliche Froli Elemente?

Das hängt von der Größe und dem jeweiligen Aufbau ab. Wir haben für unser Hochbett
insgesamt drei Erweiterungspakete benötigt.

Ist das Froli Bettsystem sein Geld wert?

Für uns eindeutig ja. Das System ist zwar nicht günstig, aber gerade bei einem
Hochbett mit wenig Kopffreiheit war für uns die Kombination aus geringer Aufbauhöhe
und verbessertem Liegekomfort ausschlaggebend.

 


Rechtlicher Hinweis

Alle Angaben in diesem Beitrag erfolgen nach bestem Wissen, jedoch ohne Gewähr.
Die Umsetzung oder Nachahmung geschieht auf eigene Verantwortung.

Wir übernehmen keine Haftung für Schäden, Folgeschäden oder Garantieverluste, die durch
den Nachbau oder die Umsetzung der hier beschriebenen Arbeiten entstehen können.


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